Grundlagen zum Bau

Zahlreiche Karten sind im Mittelalter auch von Schleswig entstanden. Eine von ihnen, die Karte von 1584 aus einem in Köln erschienenen Atlaswerk war sehr bedeutend und relativ detailreich. Aber mit Entfernungen, Perspektiven und Darstellungen ging man recht großzügig um.

So ist das Schloss Gottdorf, um es auf der Karte unterzubringen, direkt an den Stadtrand gerückt worden, der damals ungefähr an der Domschule lag. Lollfuß und Friedrichsberg existierten noch nicht, bzw. gehörten nicht zur Stadt.

Erst Anfang des 18. Jahrhunderts wurden die beiden Gebiete "eingemeindet".
Kirchen wurden überproportional groß dargestellt und Bürgerhäuser gleichförmig schmucklos.

Diese Unrichtigkeiten reizten den Künstler Peter Häkon Lingner - er wollte ein wahres Bild der mittelalterlichen Stadt schaffen.
Er kämpfte sich Ende der 80er Jahre durch die Archive in Schleswig und Dänemark und es entstand der Stadtplan von 1523.
Nicht bei jedem Gebäude wurde er fündig. Baupläne gab es nur sehr wenige. Oft aber halfen z.B. alte Materialrechnungen bei der Rekonstruktion der Bauwerke.

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In manchen Fällen musste die Phantasie zu Hilfe genommen werden. Insgesamt aber entstand ein wunderschönes Abbild der mittelalterlichen Altstadt, das auch durch künstlerisch hervorragende und detailreiche Arbeit besticht.
Dieser Stadtplan und die Aufzeichnungen Lingners wurden die Vorlage für den Bau der Ministadt.

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